Meine ersten erfolgreichen Weitstreckentauben!

 

Brieftauben sind ein Wunderwerk der Natur. Sie können Hunderte von Kilometern fliegen, um ihren Heimatschlag wiederzufinden. Durch diese einzigartige Fähigkeit waren sie für uns Menschen vor der Erfindung der Telegraphen oder anderer Datenverbindungen die einzige Möglichkeit, Informationen schneller zu übermitteln als durch einen Boten.

Zwei dieser außergewöhnlichen Tiere, die auf Weitstreckenflügen sehr erfolgreich waren, möchte ich gerne vorstellen.

 

Weitstreckentaube

05132-86-94 V

Diese Taube entstammt aus der Ijzernen-Stichelbaut-Linie von Michel Descamps van Hasten. Sein Vater war ein Enkel des Witpen Ijzernen B 66-3235366. Seine Mutter war ein Stichelbaut-Weibchen von Willi Pollig aus Bad Neuenahr.

94  liebte Erdnüsse und machte alles dafür! Meine Kinder und die Kinder der Nachbarn standen oft mit einer Erdnuss in der Hand in unserem Garten. Er hüpfte tatsächlich von Hand zu Hand, um sich seine Belohnung abzuholen und die Kinder hatten mächtig Spaß dabei!

 

Weitstreckentaube

05424-90-382 W

Der Vater von 382 stammte aus dem berühmten Zuchtschlag von Piet und Henk de Weerd. Sein Vater, also der Großvater von 382, war der Steinbock NL 87-8792001. Die Mutter von 382 war von Herrn Wilhelm Wittmer aus Contwig, ein erfolgreiches Reiseweibchen auf internationalen Wettflügen.

Auch hier eine kleine Geschichte, die mir in Erinnerung geblieben ist.

Nach einem schweren Barcelona Flug mit Temperaturen weit über 30° Celsius erreichte meine 382 erfolgreich am Nachmittag ihren Taubenschlag. Nach einem Schluck Wasser und der Übergabe ihrer beiden Gummiringe flog sie in ihre geliebte Nistzelle. Ein draufgängerischer Schlagpartner wollte die Situation ausnutzen und sich der Nistzelle bemächtigen. Nun – die folgende Tracht Prügel, die ihm 382 verabreichte, wird er wohl sein restliches Leben nicht vergessen haben!

 

Diese für mich besonderen Brieftauben haben nach einem langen Leben ein ruhiges Plätzchen in unserem Garten erhalten.